Am 21.03.2017 haben sich die Projektpartner im Rahmen eines regelmäßigen Treffens bei Projektpartner FARMsystem in Osnabrück getroffen, um den aktuellen Stand der Projektentwicklungen zu besprechen und bisherige Ergebnisse vorzustellen.

Für die Modellierung von kooperativen Agrarprozessen wurde eine Flüssigmistausbringung mit Traktor und Flüsssigmistwagen beispielhaft umgesetzt. Dazu wurde die vielfach für die Definition von Geschäftsprozessen verwendete Modellierungssprache BPMN (Business Process Model and Notation) zur Prozessdefinition verwendet. Ihre Elemente zur Ablaufbeschreibung, die Fähigkeit zur feingranularen und hierarchischen Gestaltung von Prozesselementen sowie die Möglichkeit zur Schaffung von Black-Box-Subprozessen erlauben eine bedarfsorientierte und modulare Gestaltung von kooperativen Agrarprozessen, bei denen jeder Akteuer seine Aufgabenbereiche eigenständig formulieren und gestalten kann, auch ohne eigene Prozessinterna mit anderen Akteuren teilen zu müssen.

BPMN-Modellierungen können mit Hilfe sogenannter Business-Process-Management-Tools (BPM-Tools) ausgeführt, gesteuert, überwacht und dokumentiert werden. Entsprechend sind die Prozessmodellierungen kein dokumentativer Mehraufwand, sondern der erste Schritt zur Umsetzung kooperativer Agrarprozesse. Zudem können die Modellierungen durch den Prozessexperten (z.B. einem Lohnunternehmer, Landwirt oder Logistiker) und nicht durch einen technischen, aber fachfremden Technologieexperten erstellt werden. Die Abbildung zeigt einen Teil des in BPMN-modellierten Prozesses zur Flüssigmistausbringung.

Subprozess einer Flüssigmistausbringung in BPMN
Abbildung: Subprozess einer Flüssigmistausbringung in BPMN